Mühlhäuser Pflaumenmus

Vielen lieben Dank an Mühlhäuser die auch beim Treffen mit vertreten waren und uns großartig unterstützten.

 

Mühlhäuser Pflaumenmus – das stand in der DDR einmal für begehrte Bückware. Beliebt ist der Brotaufstrich immer noch, nur ist er glücklicherweise viel leichter zu beschaffen, wie früher.
Das Mühlhauser Pflaumenmus besticht schlichtweg durch seinen köstlichen Geschmack. Pflaumen von bester Qualität werden mit Zucker und einigen Gewürzen eingekocht, unter anderem Zimt. Die genaue Mischung der restlichen Gewürzzutaten wird seit 1908 streng gehütet. Klassischerweise bleibt ein Ostprodukt im Osten, wenn die Marke es überhaupt schaffte, die Wiedervereinigung zu überstehen. Das Unternehmen Mühlhäuser setzte dagegen aus, den Westen zu erobern. Man machte es sich zum Ziel, nicht nur im Osten Deutschlands den Markt zu führen. Dort konnte man sich über einen Marktanteil von 70% freuen.
Ähnlichen Erfolg wollte man auch in den alten Bundesländern sehen. Auf Grund steigender Nachfrage wurde schließlich 2008 ein neuer Produktionsstandort benötigt; die Wahl fiel auf das westdeutsche Mönchengladbach. Mühlhausen in Thüringen ist man jedoch verhaftet geblieben: Immernoch wird dort Pflaumenmus produziert.

Schon beim ersten Öffnen des Glases riecht es nach Pflaume. Wir habe sowohl die Stückige Sorte als auch das Originale Pflaumenmus schon probiert. Beide Sorten sind sehr lecker. Das Originale Pflaumenmus hat eine gleichmäßige streichfähige Konsistenz und läßt sich gut streichen. Es erinnert an einen dunklen Pflaumenbrei. Typisches Mus eben. In der Stückigen Variante, wird der Brei immer noch durch ein festeres Stück Pflaume unterbrochen, auch wenn ich überrascht war, dass auch diese Stück vollkommen die Farbe des Pflaumenmuses angenommen haben. Wie auch immer man das so hinkriegt.
Das Rezept soll seit 100 Jahren das selbe sein, ob das wirklich so ist, kann ich zwar nicht sagen, aber so lecker wie das Mus schmeckt, warum sollte man es ändern?

Pflaume, Pflaume und nochmals Pflaume. Auch wenn im Pflaumenmus, wie in der Marmelade sehr viel Zucker enthalten ist, so ist das Pflaumenmus mit 200g Früchten je 100g Pflaumenmus, der Pflaumenanteil einfach das wichtigste und das schmeckt man auch aus dem dunklen Pflaumenbrei heraus. Da es sehr viel Aufwand bedeutet Pflaumenmus selbst zu kochen. In dem man die Pflaumen sehr lange und immer wieder zerkocht, finde ich man kann mit dem thüringer Pflaumenmus geschmacklich nichts falsch machen. Das Pflaumenmus ist nicht zu süß und dank seiner Konsistenz gut zu verteilen. Wer den Geschmack intensiver mag kann sich ja für die stückige Variante entscheiden oder das Pflaumenmus dicker aufs Brot schmieren. Aber auch ganz dünn verbreitet das Mus bereits einen angenehmen süßen Pflaumenmus Geschmack. Ein Muss für alle, die Pflaumen mögen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Karin karkutsch (Samstag, 02 April 2016 20:11)

    Wenn wir Pflaumenmus essen muss es auch der von Mühlhäuser sein,der schmeckt sehr gut. Auch für die Friesentorte nehme ich ihn.
    Toller Bericht vielen Dank

  • #2

    Swetlana Quint (Sonntag, 03 April 2016 01:19)

    Ich habe schon seit Ewigkeiten keinen Pflaumenmuss gegessen das letzte mal vor 20 Jahren oder so fand ich als Kind total lecker